Fünfundzwanzig Wochen mit Jakob Love


Fast ein halbes Jahr bist du jetzt schon alt, kleiner Mann! Ein ganzes halbes Jahr! Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Soviele wunderschöne, anstrengende, ereignisreiche, aufregende Wochen liegen hinter uns und wir lernen uns Tag für Tag besser kennen. 
Du liebst es wenn wir mit dir spielen, dich zum Lachen bringen, dich beschäftigen, dich füttern (meistens zumindest). 
Du hebst schon fast deinen ganzen Oberkörper an, wenn du etwas außerhalb deiner Liegereichweite sehen willst und eigentlich würdest du den lieben langen Tag im Sitzen verbringen, um auch wirklich alles, ALLES mitzubekommen.
Eher sonnenscheu magst du Schatten am liebsten, sonst gibt es Theater.


Überhaupt bist du agil ohne Ende, einen Minute ohne strampelnde Beine ist nur nachts drin. Die letzten Nächte, man könnte sagen die letzten vielen Nächte, sind nicht mehr ganz so unkompliziert: du bist viel wach, weinst bzw. schreist nachts sofort und bist überhaupt sehr nähebedürftig, aber das auch tagsüber. Ich würde sagen wir sind mitten im Sprung bzw. haben ihn hoffentlich bald überstanden.
Deine Spitznamenliste ist inzwischen mindestens zwei Meter lang: Buffelchen, Socke, rödelndes Tofuwürstchen, Schatz, Lövchen, Pups, Windelpo ...


Dich zu wickeln ist echte Arbeit inzwischen: du rödelst und tust und machst und werkelst und ja ... Man muss wirklich aufpassen, wo du mit deinen Fingern überall landest. Meist ist man danach schweißgebadet :) Und du oft dreckiger als vorher ;) Aber hey, es gibt zum Glück Waschmaschinen. 
Morgens in dein lächelndes, strahlendes Gesicht zu schauen ist das Schönste, was wir uns vorstellen können. Auch wenn es um sechs Uhr ist, tatsächlich. Dein schlafendes Babyschnütchen lieben wir allerdings auch sehr.


Du bist unser Herz, unser Leben, unser Ein und Alles und wir lieben Dich sehr! Seit fünfundzwanzig Wochen und ganz sicher auch die nächsten fünfundzwanzig und noch mal fünfundzwanzig mal mehr Wochen. Für immer!

Unterwechens


Mit der besten Unterstützung der Welt durch die liebe L haben wir die Woche ganz wunderbar überstanden. Gestern waren wir bei dem phantastischen Wetter am Tempelhofer Hafen, wo ich vorher auch noch nie gewesen bin. Wir haben lecker Burger gegessen, gestern wie vorgestern, und uns einige schöne Tag gemacht.


 Das Wetter hat ja so gut gepasst, es war einfach nur phantastisch. Außerdem waren wir noch im PrenzlBerg, haben uns da im alten Kiez umgetan und sind gut was gelaufen. Die neuen Schuhe sind eingelaufen, soviel ist sicher!

Solche Tage ...

... wie heute müssen ab und an mal sein. Nachdem sich L heute morgen verabschiedet hat und leider wieder in den Ruhrpott zurück ist, bin ich zur Uni, die war ein wenig langweilig, ging dafür aber schnell vorbei, und dann begann der spannende, lustige super-duper-Teil des Tages! 
Spaziergang mit L und ihrem Sohn W und dabei: kein Handy, keine Uhr, gar nüscht. Einfach nur reden und sich auskotzen und auskotzen lassen. Wirklich richtig schön war es. Und ja, das geht nur unter Mamas, weil es ist dann eben doch so, dass Nicht-Mamas das nicht verstehen können. Tut mir Leid ihr Lieben, ist ja keine Absicht, ist einfach so.
Die beiden Jungs haben wir auf der Picknickdecke im Park strampeln lassen, haben frisch gepressten Saft in der Sonne getrunken und einfach Sonne, Luft und Freundschaft getankt. Schön war es!

Drei mal wir

Dank des beherzten zeitlichen Einsatzes von Schwiegereltern und Eltern hatte ich endlich mal wieder Zeit zum Lesen (und zum Hausarbeitschreiben natürlich). Ich hatte mir vor kurzem das hier geholt (ja, Werbeopfer, hier in Berlin klebte an jeder Litfaßsäule ein Plakat):

Copyright by Linda Koitka
Nun, ich habe es tatsächlich ausgelesen und bin sehr begeistert. Die Geschichte ist relativ "neu", einfach die Idee auch zu verwirklichen, das zu schreiben was hätte sein können in einem Lebensentwurf, drei verschiedene Lebensversionen sich auszudenken ... Klingt irgendwie unspektakulär, aber das ist es ganz und gar nicht. Ich hatte ein paar Probleme, reinzukommen ins Geschehen und bin auch bis zum Schluss noch ab und an durcheinander gekommen mit den drei möglichen Versionen des Paares, aber das war eigentlich nicht schlimm. Ich kann es einfach nur empfehlen. Was wäre wenn ist hier äußerst schön durchgespielt worden.

Reich beschenkt

Dieses Mal ist die Überschrift sehr ernst zu nehmen, denn aus NRW haben wir ein pickepackevolles Auto mitgenommen. L und ich hatten gut was zu schleppen die vier Stockwerke hoch (wir sollten doch eine Wohnung beziehen, die niedriger liegt) und Dinge für Love, aber auch für mich haben den Weg in Kleider- und Schuhschränke gefunden.
Am Montag hat meine Schwiegerma sich ganz kurzfristig frei nehmen können und war mit mir abermals shoppen gewesen, nachdem wir schon in der vorherigen Woche unterwegs waren, ich berichtete über Haltern, und sie hat mir wunderschöne (und noch wichtiger: bequeme!) Schuhe gekauft.


Vielleicht hat ihr meine Aussage Angst gemacht, dass Jonas den Schuhschrank mehr füllt als ich ;) Auf jeden Fall habe ich jetzt vernünftige Turnschuhe, mit denen ich stundenlang die Stadt unsicher machen kann. Was tatsächlich der Realität entspricht, denn Love und ich sind sehr viel draußen und wir spazieren unglaublich viel. 


In Haltern hatte Love übrigens etwas total süßes abgestaubt. Auch wenn in diesem Fall das passende Lätzchen noch fehlt, das ist derzeit in der Wäsche. Die Hose kann man wenden, auf der einen Seite ist sie so gestreift wie das Oberteil, auf der anderen Seite ist sie dunkelblau. So schick - so gar nicht Studentenbabymäßig *grins*!

Funkstille

Copyright by Linda Koitka
 Die letzen zweieinhalb Wochen waren wir in NRW - bzw. Jonas ist immer noch dort; ich bin wieder zurück in der Hauptstadt, da das Semester wieder angefangen hat. Mit dabei ist L, die mich tatkräftig beim Baby-Bespaßen unterstützt. Und natürlich wie immer Berlin unsicher macht, wie das halt ihre Art ist ;)
Wie so oft habe ich es in NRW quasi gar nicht geschafft, zu Posten, ich habe keine Ahnung, woran das liegt. Wobei ja doch, dieses Mal könnte es an der Hausarbeit gelegen habe, die ich abgeben musste und heute auch endlich ABGEGEBEN HABE!! YEAY. Sehr schönes Gefühl, auch wenn es total nebenher passiert ist, ärgerlich, weil ich glatt die falsche Version eingeschickt hatte, den Fehler dann zwei Stunden später bemerkte um dann per Mail nochmal die aktuelle Version hinzuschicken ... Was ärgerlich! Na gut, egal, die Dozentin war nett und meinte, das ist okay. Ich habe es übrigens 6 Stunden vor der finalen Abgabe eingeschickt. Ich glaube wirklich, das war meine späteste Abgabe und letztlich hat es mich wirklich nur noch sehr, sehr genervt. Ich mag sowas überhaupt nicht - wenn sich Aufgaben so ewig hinziehen. Arghx, nähä, gar nicht meins!
Ich bin in jedem Fall back in town, die Uni ist wieder los und was mich da dieses Semester so erwartet, das gibt es demnächst.

Unser Wochenende in Bildern - 16./ 17.04.2016


Aufwachen, aufstehen, ich bin bereit für den neuen Tag!


Wie man sieht, voll aktiv der Lütte.


Es kann niemals genug Spielzeug geben.


Frühstück gibt es aber zusammen.


Vormittagsschläfchen direkt danach.


Die Nacht war kurz, Kaffee muss her.


Aus dem Mittagsschlaf wird so gar nichts.


Ganz viele Windeln ... diese Woche habe ich wirklich häufig gewechselt, wenn man sich mit dem Partner nicht abwechseln kann, wir das ganz schön schnell anstrengend.


An der Hausarbeit sitzen ... wieder mal.


Tragen steht mal wieder hoch im Kurs.


Wir sind zum Grillen eingeladne, da muss natürlich was zum Wickeln mit.


Getränke vor dem Essen.


Ein kleines Schläfchen zwischendurch.


Die letzten Sonnenstrahlen.


Diese Häuschen finde ich ja völlig entzückend.


 Sonne scheint schon mal. Guter Anfang.
 

Badespaß für den Lütten.


Frühstück für die großen.


Na gut, ein bisschen knabbern darf sein. An der geliebten Schnullerkette.


Frisch geduscht geht es ans Werk.


Hausarbeit, Blogpost ... Das Übliche, ihr wisst.


Kaffee für den anstehenden Besuch.


Der bringt auch gleich neuen mit. Und Marmelade, lecker.


Alle beisammen.


Und schon wieder gibbet lecker Gegrilltes.


Ganz viel Feines! Auch in gemüsig und vegan und so ;)


Verdauungsspaziergang, Lövchen hält sein Schläfchen.


Das Wetter ist wirklich prima.


Kevelaer wie es leibt und lebt.


Von Mama gebackener Rhabarberkuchen ist einfach der Beste!


Danach geht es für zwei Nächte wieder in den Pott.


Ouh, die Eulalia ist auch wieder da.


Kleines Abendessen.


Und etwas, was wir schon lange nicht mehr machen mussten: Jakob in den Schlaf tragen! Irgendwie war der Tag wohl doch zu aufregend.
 

Mehr schöne Blogposts zum Thema WiB bei Susanne

Vierundzwanzig Wochen mit Jakob Love

Liebe anderen Muddis: kennt ihr diese Hoffnung, dass wenn etwas zwei Tage hintereinander schon schön gemacht wurde, hier in diesem Fall ein einstündiger Mittagsschlaf, dass man dann denkt "Hey yeay, der Knoten ist geplatzt" und - WUMMS - das nächste Mal ist es schon wieder ganz anders? Also dann am dritten Tag? Joah, schade, aber gut, was will man da aan doen wa?
Nun ja, jetzt wird eh alles wieder durcheinand geschmissen, schließlich geht es heute zurück zu den Schwiegis und am Dienstag nach Berlin. D.h. ganz so ruhig wird es die nächsten Tage ja dann doch nicht. Aber dann ists geschafft und ich hoffe, dass wir gegen Ende der Woche wieder einen halbwegs normalen Rhythmus haben.


Apropos Rhythmus, sein Abendritual-Schlafenszeit-Dings haben wir inzwischen schön perfektionierrt. Um achte geht es derzeit ins Bett, Einschlafstillen klappt total gut und ich hoffe, dass bleibt jetzt auch noch eine ganze Weile so. Es ist nämlich so schön entspannend und schön für beide Seiten (denke ich doch). Riesige Dinge schaffe ich zwar nach 20 Uhr auch nicht mehr, aber  Entspannend pur ist es natürlich doch. Einfach mal in Ruhe ein Buch lesen, ein bisschen Lövchen bekuscheln, das ist schon arg fein!


Er macht so große Sprünge unser kleines rödelndes Tofuwürstchen. Er übt fleißig den Kopf anheben, liegt außerdem oft auf dem Bauch und rollt sich vom Rücken darauf (ausversehen, er guckt dann immer so süß verdutzt) und krabbeln könnte er wohl auch schon, wenn er seine Arme und Beine koordinieren würde. Also sportlich ist er, aktiv und so, keine Ahnung, von wem er das hat. Aber ich war als Baby wohl auch eher die Flotte. Ganz die Mama also dann doch. Irgendwie.


Er spielt sehr viel mit seinen Sachen und freut sich auch schon über das eine oder andere Stück ein bisschen mehr als über andere. Also klare Favoriten hat er dann doch. Ich bin gespannt, wie er sich jetzt nächste Woche wieder in Berlin macht, wenn nicht mehr ganz so viele Leutchen um ihn herum wuseln. Weil eigentlich hat er das ja ganz gerne. Und langweilt sich oft mit uns in den ersten Tagen. Wir werden sehen ...

Pläne, Veränderungen, Neuerungen

Ja, was waren das für aufregende letze Wochen. Es ging vor und zurück, hin und her, wir haben Überlegungen gemacht, wieder verworfen, neu oder anders aufgerollt ... Alles abhängig gemacht von dieser einen Entscheidung, die jetzt endlich gefallen ist: nach Schweden wir es uns nach Kassel verschlagen! Jonas hat dort eine Doktorandenstelle bekommen. Er hat noch nicht mal einen Masterabschluss und schon eine Stelle als Doktorand? Leute, ganz ehrlich, fragt mich nicht, das ist der Wahnsinn. Es geht auf zu neuen Ufern:


Was das für uns bedeutet: tja, ganz schön viel würde ich sagen. Genauer: Umzug, Kündiungen noch und nöcher, Abschied von Berlin, den dortigen Freunden etc. Und endlich eine neue Stadt, ein neues Bundesland, viel weniger Kilometer nach Hause und und und ... Ich freue mich total, bin so gespannt auf all das, was da kommt und mir außerdem sicher: wir werden das wuppen, was auch sonst!