Unser Wochenende in Bildern - 24./ 25. Juni 2017

Das letzte Juniwochenende!! Ist nicht wahr. Aber hey, wir waren unterwegs noch und nöcher und hatten zwei ganz wunderbare Tage. Und haben viele schöne neue Dinge gesehen. Hat man vor allem daran gemerkt, dass es das Wib gestern nicht mehr gab, denn ich bin beim Einschlafstillen selbst eingeschlafen :P

Samstag


Ein bisschen Frühstück. Einkaufen, so richtiges, war diese Woche nicht. 

Packen für einen Ausflug. 


Und Wandersocken an.


Chaos ey. 


Es geht an den Edersee. Erstmal am Infocenter aussteigen, um zu schauen, was es hier so gibt. Und beug und streck und beug und streck ...


DA wollen wir hin.


Erstmal im Auto noch spielen. 


Wir wandern, wir wandern ... 


Kleine Pause. Wir waren am Freitag noch Erdbeeren pflücken, die sind einfach zu lecker. Und reichen niemals lang genug. 


Ein Punkt, an dem wir alle nicht mehr so richtig Lust hatten und konnten. Aber hey, es klappte dann doch noch ganz gut. 


Hachz!


Kurzes Mittagessen. Aber SO lecker. 


Jonas und Love fahren noch mal kurz mit dem Fahrrad zum Einkaufen.


Ich bereite Abendessen vor. 


Eis und Erdbeeren. 


Wir gucken noch ein bisschen was. 

Sonntag


Es gibt Pfannkuchen mit ein paar restlichen Erdbeeren. 


Und Erdbeermarmelade. Selbstgemacht!


Ausnahmsweise scheint er heute sein Schläfchen wieder aufteilen zu wollen. 


Auräumen könnte man mal. Im Flur liegt das eher unpraktisch. 


Brotzeit mit Rohkost und dem Rest Tomatensoße. 


Abendessen geht auch auf dem Fell. 


Den Tag verbringen wir im Tierpark Sababurg. Echt schön da. Und unexotisch genug, dass ich es guten Gewissens durchgehen lassen kann als wenn auch natürlich nicht tiergerechte, so aber tierfreundliche Anlage. 

Mein Kind wird betreut - ich Mutter ey

Schon früh (ich denke bereits in der Schwangerschaft) habe ich gesagt, dass ich nicht drei Jahre Zuhause bleiben möchte. Wäre auch mit dem Studium nicht gegangen, also wirklich nur ums Kind kümmern und nicht nebenbei noch zu Ende zu studieren, aber auch ohne das Studium hätten wir uns dazu entschieden, Love auch anderweitig betreuen zu lassen - und sei es nur ein paar Stunden die Woche. Gut, anders wäre Bachelorarbeitschreiben auch nicht möglich, also haben wir uns in Kassel bald auf die Suche gemacht gehabt. Und wurden ja in den Krippen nicht fündig. Worüber wir im Nachhinein sehr glücklich sind. 

Da wir sonst keinerlei Betreuungspersonen aus dem familiären Kreis vor Ort haben, die wirklich regelmäßig mal ein paar Stunden uns oder jedem für sich Freizeit ohne Kind verschaffen kann, sollten es dann doch genug Stunden am Stück sein, dass ich neben der Bachelorarbeit auch noch ein bisschen Haushalt und Entspannung betreiben kann. Einfach, weil ich es brauche. Weil es mir gut tut. Weil es jedem und jeder zustehen sollte im Leben. Egal ob mit Kind oder ohne. Aber mit ist es halt ein bisschen komplizierter.


Bedingt durch die Hochsensibilität bin ich wirklich sehr schnell am Limit, was Überreiztheit und Überforderung anbelangt. Die eineinhalb Jahre, die wir in kompletter Eigenregie den Lütten gewuppt haben, waren kräftezehrend. Natürlich auch wunderschön, aber eben arg vollgepackt mit Ereignissen und Geschehnissen, die im Rückblick nicht immer allererste Sahne waren und teilweise sicherlich hätten abgemildert werden können. Aber andererseits hätte ich es auch nicht anders gemacht; egal ob die diversen Umzüge, Schweden, das Studium.

Ich fühle mich nicht als schlechte Mutter, weil ich meinen Sohn mit 18 Monaten in eine liebevolle Betreuung gebe. 
Ich liebe ihn nicht weniger, weil ich ihn ein paar Stunden am Tag in gute Hände abgebe, wo ich weiß, dass er sich wohlfühlt und Spaß hat. 
Ich habe nicht versagt, weil ich offen und ehrlich zugeben kann, dass ich ihn alleine nicht gestemmt kriege - fünf Tage die Woche von morgens bis abends Selbstbetreuung sind mir einfach zu viel über einen so langen Zeitraum.

Und warum das alles? Weil es, gefühlt, zwei Lager gibt. Pro und Contra, entweder oder. Es scheint so, als wäre ein dazwischen nicht möglich. 
Warum schafft man sich denn ein Kind an wenn man es nicht betreuuen kann/ möche/ will blablabla. 
Ganz ehrlich, wer so etwas sagt, hat selbst kein(e) Kind(er) und versteht das Leben mit denselbigen nicht, hat schlichtweg keine Erfahrung.

Ich muss sagen, dass mir oder Jonas oder uns als Paar gegenüber noch nie negative Kommentare geäußert wurden bezüglich unserer Entscheidung. Aber ich weiß, Bloggossphäre und Filterbubble sei Dank, dass das leider nicht der Normalfall ist. 

Aber wieso nicht?

Ponyhof-Podcast

Ich habe die erste Folge des Ponyhofpodcast gehört und muss sagen: Witzig. Unkonventionell. Zuerst verstand ich überhaupt nicht, worum es ging, weil man mitten ins Gespräch platzt. Es ist irgendwie creepy, den Dreien bei ihrem Pläuschchen zuzuhören. Aber ich habe mich wiedergefunden. Es ist einfach nur schön, von den Dingen zu hören, über die man sich selbst immer Gedanken macht. Dinge, die bei einem selbst passiert sind. Irgendwie trifft man beim Zuhören auf Verständnis. Verrückt. 

Alle drei haben sehr empfehlenswerte Blogs, von denen ich zwei schon länger kenne. Ich verlinke sie nochmal - wirklich lesenswert, wer sich über Unerzogen und Erziehungsfrei schlau machen möchte. Oder einfach mal reinschnuppern mag.

Ruth

Aida

Lena

Hier erfahrt ihr, worum es überhaupt geht im Podcast:
Drei Wege drei Frauen eine Idee

Ich bin schon auf die zweite Folge gespannt. Und hoffe, ich kriege das in meinem Wochenplan unter ;) Blogs lesen ist leichter als Podcasts hören. Beim Mittagsschlaf kann ich schlecht die Lautstärke aufdrehen. Und die Kopfhörer liegen dann natürlich immer ganz woanders ...

Kassels schlechter Ruf

Ich fand es schon immer schade, wie Menschen auf bestimmte Städte gucken. Ich habe schon 2010 nicht verstanden, wieso Berlin gerade so hypemäßig abgeht. Mich hat an meiner Berlineer Schule keiner verstanden, dass ich unbedingt aus der Großstadt raus ins schöne Greifswald wollte.
In Greifswald hat keiner verstanden, warum ich aus Berlin weg bin, nur um da zu studieren. Und so ging das eigentlich immer weiter.

Ich glaube, auch nur wenige unserer Freunde haben verstanden, warum wir Berlin den Rücken gekehrt und nach Kassel gegangen sind. Und ja, Kassel wird tatsächlich eigentlich nur negativ gesehen. Von allen - natürlich. Und kaum einer war hier, ist klar!

Viele sagen "Ach ja, Wilhelmshöhe, da fahre ich immer mit dem ICE durch." 
Stimmt, aber Wilhelmshöhe ist nicht Kassel. Und Bahnhöfe sind selten eine Reise wert. 
Ab und zu kommt dann noch der Satz "Ja, die documenta kenne ich." Aber die meisten sind auch dort noch nie gewesen.


Aktuell ist wieder documenta und die Stadt ist voll wie noch nie. Touristen ohne Ende und ganz ehrlich - Berlin kann dagegen nicht anstinken. Also zahlenmäßig.  

Natürlich ist die Kasseler Innenstadt alles andere als schön. Aber man braucht nur in die Aue zu gehen, die bereits am Friedrichsplatz anfängt, also wirklich mitten in der Innenstadt, und schon ist man im Grünen.  

Überall gibt es Parks, und wenn man dann noch wie wir, sich einen Stadtteil sucht, der ein wenig außerhalb ist - Jackpot! 
Ja, Kassel ist nicht ideal zum Radfahren und Autofreundlich ohne Ende und deshalb für mich auch nur bedingt zum Leben geeignet. Es ist tatsächlich ganz schön anstrengend, die Hügel immer auf und ab zu fahren, aber der Blick von ihnen und hinauf zu ihnen ist einfach grandios.

Jonas und ich waren schon immer sehr positiv, was unsere diversen Neuanfänge in verschiedenen Städten anging. Auch von Linköping waren wir überrascht, obwohl wir schon mit einem eher realistischen Blick hingegangen sind. Optimismus ist mein zweiter Vorname, realistisch sein fehlt mir häufiger, aber ich finde, diese Eigenschaft ist nicht von schlechten Eltern. 

Laissez-faire ?!

Eine Bekannte aus dem Spielkreis fragte mich letztens etwas wegen Unerzogen. Bzw. was das denn wäre?  Und überhaupt, das wäre ja einfach nur total gut und richtig und würde sie ja auch so machen. Quasi. Also eigentlich so laissez-faire-mäßig. Wäre doch dasselbe, oder nicht?

Da stellten sich mir ein wenig die Haare auf. Ja, das meint man häufiger. Aber Unerzogen ist so viel mehr, so andersartig.

Als ich versuchte, das zu erklären, und darin bin ich leider nicht gut, ging es mit denselben Worten weiter. 

Was mich im Nachhinein sehr daran störte? Das sie mir gefühlt nicht zuhörte (bzw. las) und völlig davon überzeugt war, dass es ja alles so einfach und logisch ist und sie ihr Kind ja alles machen lässt. Eben so laissez-faire und das wäre ja genau dasselbe und ... Ich wiederhole mich.

Laissez-faire bedeutet soviel wie: „machen lassen, laufen lassen“ und hat für mich zu viel mit Rücksichtslosigkeit, Gedankenlosigkeit und Langeweile an sich zu tun. Und all das hat überhaupt gar nichts mit Unerzogen zu tun.


Letztens las ich, dass "Unerzogen" vielleicht ein nicht ganz so praktischer Begriff ist, da er eben nicht richtig vermitteln kann, worum es geht. Das stimmt. Total. Und deswegen ist er auch so schwer zu fassen. Weil er eben so viel mehr bedeutet.

Unerzogen ist eine Haltung. Eine Haltung sich selbst, seinen Mitmenschen und nicht zuletzt dem Kind gegenüber.  
In Beziehung gehen mit dem Kind ist der größte Baustein.
"Neins" und "Regeln" zu hinterfragen und nicht direkt einzuschreiten (außer natürlich es handelt sich um eine gefährliche Situation. Ich denke, das steht hier außer Frage).
Unerzogen bedeutet, seine Macht nicht zu missbrauchen. Sich nicht über Mitmenschen zu stellen.
Unerzogen hat sehr viel mit Respekt zu tun: sich selbst gegenüber, dem Kind und seinem Körper gegenüber.  
Und ganz wichtig: Selbstreflektion. Noch und nöcher. Gerade am Anfang. Und immer wieder aufs Neue.

Operation "Sunny" kommt ins Rollen

Seit September 2015, also bereits einem guten eindreiviertel Jahr, befindet sich Sunny in einem abgemeldeten, stark renovierungsbedürftigen Zustand. Zuerst haben wir gedacht, wir hätten Zeit. Dann stellten wir fest, dass dem nicht so ist. Dann war Sunny auch nicht winterfest, das war sie noch nie, und nach Schweden hätten wir in keinem Fall mit ihr fahren können. Dann fehlte wieder die Zeit.

Ganz klar, wir haben uns verkalkuliert, wir haben es falsch eingeschätzt, aber nach vielem Ringen, viel Hin und Her haben wir uns doch entschlossen, sie soweit fertig zu machen, dass sie wieder in unserer Familie ihren festen Platz einnehmen kann. Also selten alltägliches, aber in jedem Falle Campingauto. Wir bringen es nicht übers Herz, sie zu verkaufen, so viel hängt an ihr, sie ist doch auch gerade mal jetzt im achten Jahr bei uns - wir lieben sie einfach zu sehr und auch wenn es nicht leicht wird, zu Dritt darin zu campen, so wissen wir aber auch: diese Art zu urlauben ist einfach unseres. Klar, ein Ferienhaus ist auch arg beliebt, aber die Kosten fürs Campen (es ist doch einfach billiger) und einfach nur diese Möglichkeit zu haben, für ein verlängertes Wochenende mal eben an den nächsten See zu fahren (oder übernächsten), und es sich dort schön zu machen mit dem Lütten, dem Draußenkind schlechthin! Einfach nur träumchenmäßig cool.


Tja, also haben wir es doch noch geschafft, Dinge anzuschubsen, ins Rollen zu bringen. Wir müssen einiges an Rost entfernen lassen bzw. neues Blech anbringen, dann muss sie auch lackiert werden (die alte ist immerhin auch schon sieben oder acht Jahre her), von den Dreipunktgurten hinten brauche ich gar nicht erst zu reden, das wird wohl das Aufwändigste werden. Dazu kommt die Neuanmeldung, TÜV-Abnahme und vorher noch eine große Aktion in der Werkstatt, neue Einstellungen am Lenker, am Motor, die Schaltung - ja, da liegt vieles im Argen. Vom Kleinscheiß, sowas wie jetzt vielleicht doch endlich Solarplatten draufzupappen und einen neuen Kühlschrank und ein Vorzelt für mehr Platz gar nicht erst zu reden.
Aber hey, wir ziehen das jetzt durch und im nächsten Jahr kann es dann hoffentlich wieder richtig rund gehen. Und vielleicht auch schon noch das eine oder andere schöne Wochenende im Spätsommer. Denn mit etwas Glück ist sie im September dann soweit fertig.

Unser Wochenende in Bildern - 17./ 18. Juni 2017

Mensch, was war das herrlich! Love hatte gute Laune en masse und wir haben so viele schöne Dinge gemacht. Aber nicht zuviel, das war wirklich perfekt. 

Samstag


Aufgrund von Brotmangel gibt es also leckeres Porridge. Immer wieder sehr gut, wie Jonas es macht. Mit Kardamom und Zimt und dieses Mal ohne Datteln, aber nicht so schlimm. Beim nächsten Mal wieder.


Einmal den 9 Meter langen Flur herunterdüsen. Das mag er sehr gerne.


Unterwegs zum Spielplatz. Und Milchkauf.


Wir entdecken diesen Genuss-Kiosk. Lustig, was der so verkauft. Der Name passt sehr gut. 


Inzwischen möchte Love immer häufiger selber schieben. Aber immerhin mag er es derzeit wieder lieber, im Kinderwagen zu sitzen. 


Ganz große Liebe: also ich die Beiden, aber Love insbesondere die Schaukel.


Und Fußball spielen. 


Boah cool, mein neuer Helm. Bisher bin ich immer mit Jonas' gefahren, aber sobald wir zu Dritt unterwegs sind, ist es nicht mehr witzig, wenn einer unbehelmt ist. Und - tja - das ist MEINER! Der schreit nur so nach mir. 


Nach einem DREIstündigen Mittagsschlaf geht es aufs Fest der freiwilligen Feuerwehr. Das war eine Aufregung. 


Da das Fest u.a. auch auf dem Schulhof stattfindet, gibt es auch noch ein Klettergerüst nebenan. Wie praktisch.


So große Autos, so viele spannende Sachen. 


Abendessen. Lecker.

Sonntag


Englisch angehauchtes Frühstück. Mit Bohnen in Tomatensoße und Rührtofu und Toast. Immer wieder ein guter Start in den Tag.


Zurzeit ist "Wutz", also Peppa Wutz, arg beliebt. Wir nutzen diese paar Minuten, um ihn Wickeln zu können. Denn das ist alles andere als lustig hier. Aber mit Ablenkung geht es ganz wunderbar. 


Hachz, dieses bunte Kleinkind. Ganz eindeutig meins.


Und ab in den Garten von lieben Menschen.


Die wissen, wie sehr wir Garten lieben und genießen ihren eigenen auch noch immer sehr und wir dürfen dabei sein. 


Mittagsschlaf. 


Jonas macht indessen Draht an das Balkongitter. Sieht man nicht, aber es ist da, versprochen. Wir hoffen, dass damit weniger Spielsachen in Nachbars Garten und auf dem Boden landen.


Smoothiezeit. Noch ohne Erdbeeren, Jonas und Love sind auf einem Selbstpflückerfeld, und ich mache so lange die Bude ein bissl sauber. Das Chaos nach vier Tagen ist immens. 


Es gibt neue Musik. Nicht nur das neue Album der Fleet Foxes ist unterwegs zu mir, sondern auch Conor Oberst hatte in den letzten 19 Monaten, in denen ich keine Zeit und Nerven hatte, mich mit Musik zu beschäftigen, neue Alben herausgebracht. Und wie immer: Köstlicher Hörgenuss!


Erste Vorbereitungen fürs Abendessen treffe ich auch schon. Die haben bestimmt Hunger, selbst und trotz verzehrter Erdbeerbergen.


SO GUT!


My boys. My family. My life. My love. And Love.


Ich wünsche Euch eine ganz hervorragende Woche.
 

Eingewöhnt?!

Ich brauche klare Grenzen. Also klare, abgeschlossene, ganz klar voneinander getrennte Linien. Das heißt, auch im menschlichen Rahmen. Was völliger Schwachsinn ist. Klar soweit.

So wünschte ich es mir auch bei der Eingewöhnung. Eingewöhnen, Zackbumms, fertig ist die Schoose. Haha, ja. Richtig, da war ja noch etwas.

Love geht nun seit neun Wochen zur Tagesmutter. Neun Wochen! Die Zeit ist gerast und ich frage mich jetzt, wo würde ich nun den Schnitt setzen? Im Nachhinein. 

Denn natürlich war es nicht so "Bäm, yesss, Eingewöhnung: Check!" und ich habe guten Gewissens Zuhause angefangen zu arbeiten. Nee nee, aber eher nicht so.

Wir sind Menschen. Menschlich. Also sehr unberechenbar. Jeder Tag ist anders und immer gibt es andere Möglichkeiten, wie etwas wird. Absolute Unvorhersehbarkeit gepaart mit - ja, Zweifeln!

Erst sah es ganz gut aus. Dann kam ein kleiner Rückfall. Dann diese absolute wie ich fand ganz furchtbare Trennungsangst. Die wir nur durchgestanden haben, weil wir uns immer vergewissert haben, dass es ihm nach nur wenigen Minuten wieder besser ging. Auch wenn ich da schwer gewankt habe und uns ohne Betreuung gesehen habe.

Bereits zu dem Zeitpunkt hat er aber schon die vorgesehenen sechs Stunden bei E gut gemeistert, nur das Abgeben morgens war die Hölle. Aber sogar geschlafen hat er ab und zu dort. Geschlafen! Das fand ich ganz schön beeindruckend. 
Ich weiß nicht, wie lange das wohl ging, das Hinbringdrama, es war eine kleine Ewigkeit. Aber dann, auf einmal, wir kamen aus Berlin zurück und dachten uns schon "Himmel, er war jetzt vier Tage nur mit uns zusammen, wie wird das wohl?"

Überraschungen, nicht wahr? Unvorhersehbarkeiten, ihr erinnnert Euch? 

Und so war es dann ganz, ganz anders. Die Verabschiedungen seitdem morgens sind ein Traum. Ein Träumchen am frühen Morgen quasi. Wenn Jonas ihn bringt, wenn ich ihn bringe, alles gar kein Problem. Egal wer es von uns macht, egal von wem er sich zuerst Zuhause verabschieden muss, es klappt super. 
Love ässt sich mit Aussicht auf E problemlos wickeln und anziehen und ist ganz vorfreudigst. Auch ihren Namen hat er inzwischen ganz gut drauf und das Schläfchen mittags - nun ja, entweder er macht es dort, eher selten, und wenn nicht, dann eben Daheim.  

Seitdem geht es nur noch bergauf. Bis es jetzt eigentlich nicht mehr viel besser werden kann.

2 Jahre mit Torte


Ich möchte nochmal genau so heiraten: denselben weltbesten Ehemann und besten Freund, dasselbe Kleid, die gleiche Location, dieselben Gäste. Wenn das mal nicht alles sagt. 


Literaturfindeflow


Ich habe einen Ansatz gefunden. Einen Ansatz für meine Literatursuche. Es ist schon seltsam, dass man nur einmal den roten Faden finden muss, den Anfang, einen kleinen Stupser, dem man nur zu folgen braucht, und schon sucht es sich von ganz alleine. Und findet sich von ganz alleine. Und dann findet man immer mehr und mehr, schweift langsam aber sicher vom Thema ab und dann  - tja, dann muss man wieder zurückfinden. Aber dass man überhaupt erstmal in diesen Flow kommt, das ist schon was arg Dolles. Den muss man dann auch beibehalten. Für einen gewissen Zeitraum lang. Zumindest ist das praktisch. 
Also ich habe jetzt schon massig Literatur gefunden, gestern, v.a. schwedisches Zeug, das habe ich heute auf die wiederum weiterführende Literatur durchgesehen und habe jetzt noch mehr interessant anmutende Sachen gefunden und jetzt muss ich wieder zu meinem roten Faden zurück. Den habe ich nämlich vor lauter Eifer ein wenig übersehen ;) Also verloren meine ich. Und gleich muss ich den Lütten abholen. Mensch, die Zeit rast!

Selbstbestimmt Schlafen gehen

Selbstbestimmung ist wichtig und ein zwingender Punkt, der sich mir immer wieder aufdrängt im Dasein mit Love. Er ist ein Mensch, und wie jeder Mensch möchte er über sich selbst bestimmen. In einem gewissen Maße. Nicht nur dann, wenn wir es für richtig halten, sondern fast immer. Ich rede hier nicht von "Ich renne jetzt selbstbestimmt auf die viel befahrene Straße." Was für ein Blödsinn, hallo! Außerhalb der Schutzbestimmung sehe ich es als Selbstbestimmung.

Und jedes Elternteil weiß, was für ein schwieriges Unterfangen es ist, ein nicht sonderlich müdes Kind ins Bett zu verfrachten. Auf bestimmte Zeiten zu achten halte ich für häufig sinnlos. Höchstens auf ein gewisses Zeitpensum zu achten macht hier Sinn. Also etwa dreieinhalb bis vier Stunden nach dem Mittagsschlaf ist er müde genug fürs Bett. Aktuell ist es so. Das heißt ja nichts bzw. nicht viel. Und vor allem ist das nicht auf andere Kinder zu übertragen.


Eine sehr lange Zeitspanne ist Love auch immer um sieben ins Bett gegangen. An späteres ins Bett gehen war überhaupt nicht zu denken. Auch das hat er eher selbstbestimmt gemacht. Unser Bett ist ja zum Glück niedrig und inzwischen kann er auch das Wort selbst benutzen. Er klettert einfach hinein und gut ist. Wir mussten ihm nur rechtzeitig vorher die Zahnbürste hinhalten und ihm die Nachtwindel machen. Danach noch in den Schlafsack und gut war. Aber das ist schon eine Weile her.


Natürlich ist es nicht so einfach, wie es klingt: selbstbestimmt zu Bett gehen. Selbstbestimmt sich Schlafen legen. Haha, ja, genau. Da gibt es ja auch noch ein Davor und ein Danach.

Davor heißt, er ist noch nicht müde genug. Er turnt noch herum, nuckelt, steht wieder auf, macht Licht an und Aus, rennt noch in andere Zimmer und holt Spielzeug ... Das ist auf Dauer ermüdent, nur nicht für den Lütten. Sondern eher für die Eltern, die über den gesamten Zeitraum meist im Bett liegen bleiben und - nun ja - warten.

Danach heißt: er ist über den Punkt. Zähne putzen ist dann besonders doof, in den Schlafsack packen - keine Chance. Nachtwindel: lange nicht so so laut gelacht! Da hilft dann auch nicht mehr viel. Außer möglichst schnell schlafen legen. 


Diese Krux. Nicht einfach, den perfekten Zeitpunkt zu finden. Manchmal überhaupt gar kein Problem, manchmal anstrengend. Denn zwischen diesen beiden pendelt es sich meistens ein. Selten trifft man den einen oder anderen Punkt genau, häufig ist es das Zwischending. 

Nervig finde ich eigentlich nur den Fall, dass man denkt, er ist müde, er sich ins Bett begibt, einpacken lässt, nuckelt und dann irgendwie die "falsche" Abzweigung nimmt und wieder aufdreht. Oder eben die ganze Zeit anscheinend doch noch eher zum Spielen aufgelegt war und er sich wer weiß was dachte. Eltern foppen macht eben einfach Spaß. Und wenn man dann einmal im Bett liegt, sich auf ein bald schlafendes Kleinkind einstellt, und dann das Gegenteil eintritt - nun ja, dann wird es für alle Parteien oft kein Kinderspiel. 

Tja, selbstbestimmt halt. Ist wirklich nicht einfach. Aber wir arbeiten und üben daran.