Unser Tageskind

Die Woche neigt sich dem Ende, Loves fünfte Woche als Tageskind damit auch und ich hoffe, langsam kommen wir in einen gewissen Flow, was den neuen Alltag anbelangt. Er wie auch ich.
Am Dienstag hat er sogar seinen Mittagsschlaf bei E gemacht, am Mittwoch ließ er sich schon sehr gut übergeben und hat kaum noch geweint, Donnerstag dasselbe.

Bedingt durch unser Wochenende in Berlin geht er jetzt vier Tage nicht hin, aber ich hoffe, dass es uns nächste Woche nicht den Boden unter den Füßen wegzieht.

Mein Gefühl, dass er sich dort wohlfühlt, trügt mich hoffentlich nicht, denn er hat immer so viel Spaß dort, lacht und ist gut drauf. Wenn ihm das Essen schmeckt, isst er auch, er sitzt nicht teilnahmslos in der Ecke, er hat Spaß mit seinen Tagesgeschwistern und er ist schon ein richtiges Mitglied in der Familie. Er liebt den Garten, den Sandkasten, die Schaukel und E macht langsam auch kleine Ausflüge zu den benachbarten Spielplätzen. Er LIEBT Spielplätze und ist kaum wegzukriegen.

Zwischendurch war ich wirklich unglücklich und nicht sicher, ob er jetzt schon so weit ist, ob ich so weit bin und ob wir nicht doch besser bis drei warten und dann in den Kindergarten gehen. Auch wenn ich eigentlich wusste, dass ich das nicht hätte durchgestanden ganz ohne Betreuung. Die Frage war, ob doch nicht weniger möglich wäre. Also weniger Betreuung, mehr Zeit Zuhause.

Ich war unsicher, ob Tagesmutter das richtige ist, obwohl ich in Schweden genau davon gesprochen hatte, dass ich es als gute Alternative empfände. Gerade, weil ja klar war, dass er vor dem dritten Geburtstag in Betreuung kommen soll.

Krippe oder Tagesmutter? Eigentlich war die Frage hier in Kassel dann nur noch rhetorisch, weil sich herausgestellt hat, dass es keine Krippenplätze gibt. Nicht, ohne vorher drei Jahre in der Warteschlange gestanden zu haben. Nicht hier in Harleshausen.
Keine Wahl zu haben fand ich sehr schade. Für mich persönlich gab es ein paar Vorteile, die ich für die Krippe sah: Anschluss an andere Familien, Gründung auf Erfahrungswerten und somit eine hoffentlich bessere Betreuung und Unterstützung bei allen Belangen, keine Ausfälle vonseiten der Krippe im Krankheitsfall.

Nun, wo wir bei E sind, weiß ich, dass Krippe überhaupt nicht besser gewesen wäre. Ich bin so so froh, dass die Gegebenheiten uns zu einer Tagesmutter führten. Auch wenn es schon den Fall gab, dass Love nicht hin konnte, weil E sich nicht sicher war, ob ihr Sohn nicht krank ist (was bei einer Tagesmutter ohne eigene Kinder natürlich nicht der Fall sein kann). Zurzeit haben wir noch nicht die Problematik, dass keiner von uns Zuhause wäre, um den Fall aufzufangen. 

Love hat eindeutig Familienanschluss, er ist vom Schlüssel her besser betreut als in einer Krippe, er bekommt problemlos vegetarisches Essen - in unserem Falle haut das alles wunderbar hin.

Wir fahren nach Berlin

Morgen trauen wir uns wieder in die Hauptgroßstadt für bis Montag, das WiB kommt deshalb erst am Dienstag, denn wir fahren mit dem Zug, und ganz ehrlich: ich nehme meinen Laptop, das schwere Teil, dorthin nicht mit. 


Jonas hat beruflich was zu erledigen, ich nutze die Chance und lasse mich auch an meinem Institut blicken und wir werden Freunde treffen. Darauf freue ich mich besonders.
Wir sind außerdem an einem wie ich finde ganz genialen Ort untergebracht. Ich erzähle mehr davon, wenn wir wieder zurück sind - dann auch mit Fotos und direkter, ehrlicher Meinung. Wie immer.

Also, genießt das Wetter und machts Euch schön!

Unsere Kraxe

Das Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr erfuhr erstmals "richtiger" Anwendung während des Urlaubs. Vorher hatten wir ein bisschen geübt und Love bei einem längeren Spaziergang durch den Wald schonmal darin herumgetragen. Das klappte ganz gut und wir waren positiv gestimmt für den Wandertrip im April.



Jakob sitzt sehr gut in der Kraxe (übrigens von deuter das gute Stück) und fühlt sich auch recht wohl darin, wenn folgende Bedingungen stimmen: keine Sonne im Gesicht, nicht zuviel Energie, dann mag er viel lieber selber laufen, nicht übermüdet. 
Klingt jetzt irgendwie tricky, teilweise war es das auch.



Wie man sieht, er kann gut darin schlafen, er schläft darin ein und auch weiter, wenn man ihn absetzt. Inzwischen hat er auch noch eine erheblich bessere Größe, die er im Januar noch nicht hatte. Da saß er noch ein wenig mit zu kurzen Beinen da, das ist jetzt besser. 



Die Kraxe ist gut verarbeitet, es gibt genügend Taschen, in die alles Wichtige hineinpasst. Zusätzlicher Sonnenschutzaufsatz und das Regencape kann man kaufen, war jetzt bei unserem Geschenk auch mit dabei und ganz ehrlich: ohne dieses Sonnendach wäre es überhaupt nicht gegangen.


Das Gestell ist stabil und es kippelt überhaupt nicht, lässt sich leicht ausklappen und wieder ranziehen. Jonas kann das komplette Ding inzwischen alleine aufziehen, ich brauche noch Hilfe. Aber er ist ja auch größer und ein wenig kräftiger.
Unsere Touren sahen dann unter den gegebenen Umständen meistens so aus: die erste Stunde ist Jakob gelaufen (wir sind immer morgens spätestens um zehn Uhr losgezogen), so gegen elf oder halb zwölf konnte man ihn langsam in die Kraxe setzen. Entweder man hat ihn dann noch bespaßt oder er ist beim Umherschauen eingeschlafen. Nach dem Aufwachen muss er meistens bald wieder raus und laufen ... Ansonsten heißt es bespaßen, bespaßen, bespaßen.
Ja, viele Kilometer schafft man dann nicht mehr, wir sind auch klein angefangen und haben uns gesteigert, aber mehr als 18 waren dann auch nicht mehr drinne. Das braucht dann auch seine guten 10 Stunden; man muss eben Ruhe und Ausdauer mitbringen. Und Geduld. Aber das kann man ja üben.

Sprache

Seit unserem Urlaub in Portugal spricht Love. Also, damit wir uns richtig verstehen: natürlich hat er vorher auch schon ganz viel gesprochen, gesagt, gejohlt, gelacht und Laute von sich gegeben. Und eine Zeitlang hatte er sogar "Mama" sehr gut drauf, aber schnell auch wieder vergessen.
Aber im Urlaub passierte es, dass er uns ein Wort nachsagte: "Apfel" Und das immer und immer und immer wieder. Seitdem ist der Damm gebrochen und es geht rund.
Seitdem er zu E geht, wird es fast täglich mehr. Die Tagesschwester ist die reinste Plapperliese, die hält ihn gut auf Trab und auch der kleine Tagesbruder ist ganz schön auf Zack, wenn es um den Ausdruck von Sprache geht. 


Auf jeden Fall ist es so herzaufgehend, wenn er "Aua" sagt (nicht nur, wenn er sich weh getan hat, sondern auch wenn wir uns weg getan haben oder Sachen herunter gefallen sind). Wenn er sich selbst weh getan hat, kommt er an und wedelt mit dem entsprechenden Körperteil, sagt Aua und wir pusten. Pusten kann er auch gut nachmachen, er spitzt dann ein wenig die Lippen und macht "Pffft". Nur zur Sicherheit, damit wir auch Bescheid wissen, was zu tun ist.
Bald nach "Apfel" kam dann "Badda" (Bagger). Auch "Papa" und "Mama" sind (wieder) im Repertoire. Und auch "Adi" (Auto). Und seit ein paar Tagen "baun" (bauen) und "Baom" (Baum). Obwohl das "au" in "Aua" ihm gar keine Probleme bereitet, ist es derselbe Diphthong in "Auto" und "Baum", den er nicht gesprochen bekommt.
Ich bin so gespannt, wie es weitergeht. Es ist so ein Wunder, diese Zauberwesen namens Kinder. Aufregend und neu, immer wieder, jeden Tag.

Von Attachment Parenting zu Unerzogen

Ich möchte hier gar nichts vergleichen, gar nichts klarstellen, gar nichts verallgemeinern, sondern einfach nur von unserem bisherigen Weg berichten. Wie es uns ergangen ist und wie wir empfinden. Wie wir das für uns Passende und richtig Anfühlende suchen. Und glaube ich gefunden haben. Den Anfang davon.

Während der Schwangerschaft las ich vor allem Bücher über dieselbige. Was wann wie wo wächst und gedeiht und auch über Geburt las ich. Übers Wochenbett, die ersten Wochen. Ich las nichts bzw. wenig über die Zeit danach. Nach den ersten drei Monaten war quasi nichts mehr. Und über Erziehung las ich schon mal überhaupt gar nichts. Keine Ratgeber, keine Blogposts, keine Artikel.

Aber zu dem Zeitpunkt las ich natürlich schon Blogs wie Geborgen Wachsen, Von guten Eltern, Stillzwerg und ÖkoHippieRabenmütter und somit auch erste Dinge über AP und auch Unerzogen, wobei letzteres wirklich nur sehr, sehr am Rande. 
Aber zu dem Zeitpunkt war die Zeit eben noch nicht reif. Ich konnte mir das Mutterdasein noch überhaupt nicht vorstellen und während der Schwangerschaft war das alles noch sehr abstrakt für mich. 
Klar, Ideen und Vorstellungen hatte ich reichlich, viele davon absolut unrealistisch, andere wiederum schon nahe an der Wirklichkeit, aber so richtig interessant wurden derlei Themen eben erst später. Und eben auch jetzt, ganz akut und aktuell!

Und dann war er eben da, der Zeitpunkt, und ich merkte, wie ich mit AP nicht mehr weiterkam. AP war die Rettung für den Anfang und ist auch sicherlich jetzt, das Wissen darum zumindest, sehr hilfreich. Aber wenn es um ältere Babys und Kleinkinder geht - da war ich nicht mehr so ganz auf dem richtigen Dampfer.

Angefangen hat alles mit dem Blog Die Physik von Beziehungen, wenig später kam auch noch Unerzogen leben hinzu. Und seit einiger Zeit auch die Facebookgruppe, die wirklich richtig hilfreich ist und natürlich viel spezifischer auf die Menschen eingehen kann, als Blogposts es tun können. Und auch das unerzogen-Magazin ist eine kleine, feine Fundgrube für hintergründliches Wissen. 

Hier findet sich eine sehr gute kurze Zusammenfassung davon, was unterzogen bedeutet.

"Im unerzogen-Kontext werden unter “Erziehung” planmäßige (absichtliche) und zielgerichtete Tätigkeiten zur Formung von (meist jungen) Menschen verstanden.

Erziehung findet nicht “ganz natürlich” bei jeder Kommunikation, bei jeder Beeinflussung, statt, sondern nur, wenn sich einer über den anderen erhebt und meint, ihn zu einem Ziel (hiner)ziehen zu dürfen oder zu müssen.
Erziehende Menschen versuchen, ihre Vorstellung darüber durchzusetzen, wie eine zu erziehende Person sein soll. Erziehung hat den Anspruch, Menschen zu ändern. Eigenschaften des Zöglings, die die Erziehenden als “negativ” ansehen, versuchen sie zu unterdrücken, während sie “positive” Eigenschaften verstärken wollen."

Diese Definition trifft es verdammt gut: alles, was ich mir vorstelle unter meiner Beziehung Love, alles, was ich vermeiden möchte zwischen uns und alles, was ich tatsächlich sogar verabscheue. Weil ich weiß, dass ich nicht so ein Mensch bin, der das kann: erziehen im klassischen Sinne. Überhaupt nicht. Früher habe ich darüber Witze gemacht, aber inzwischen weiß ich, dass es wirklich nicht geht. Hochsensibilität hin oder her, es stellen sich diverse Dinge in mir quer, wenn ich versuchen soll, bei einem "Nein" zu bleiben, wo ich absolut nicht hinterstehe. Weil ich es völlig bescheuert finde. 
Oder warum man dieses und jenes genau tun oder lassen sollte, weil die Kinder dann zu Tyrannen werden - alles schon gelesen, alles schon gehört, alles Bullshit. 

Wie kann ein Kind zu einem Tyrann werden, wenn man ihm vorlebt, wie man selbst lebt: mit Achtung vor Menschen, mit Achtung vor der Natur, mit Achtung vor dem Leben. Mit Liebe und Hingabe zu allem, was einem wichtig ist, mit Vorsicht und Rücksicht, einfach auf Augenhöhe sein mit dem Kind. Dieses von Oben herab war noch nie meines (ich würde auch eine ganz miese Chefin abgeben) und es passt nicht zu unserer bisherigen Beziehung.

Unerzogen klingt leicht, ist schnell dahin gesagt, es mutet so laisser-faire an ... Es ist Arbeit, harte Arbeit. An sich selbst. Und nur an sich selbst. Es bedeutet Umdenken, Umgewöhnung, Umstellung, Einhalten, Innehalten, Überlegen, Neu machen ... 

Wie unerzogen im Alltag aussieht, gelebt wird, wie es bei uns ausschaut damit? Tja, das zeigt sich langsam und wird sich weiterhin entwickeln.

Unser Wochenende in Bildern - 13./ 14. Mai 2017

Es gab Sonne und Regen und ein wenig Action und aber auch ruhige Stunden - draußen wie drinnen. Halt wie das Wetter mitgespielt hat.

Samstag


Love schläft bis viertel vor acht und deswegen bin ich früher wach als er. 


Frühstück.


Jakob findet, der Schrank braucht neue Macken. 


Essen für unterwegs, wir wollen nämlich in die Stadt.


In der Trage einfach am besten derzeit.


Mit dem Bus auf in die Kasseler Innenstadt.


Was für ein wunderschöner Spielzeugladen!!


Jonas ist zum Kieser und wir laufen die Treppenstraße hoch und runter. Treppenlaufen ist schon ganz schön spaßig.


Und gute Sicht hat man auch.


Ein Teil der documenta in der Innenstadt. 


Schläfchen muss sein - praktischerweise während des Essens. 


Es gibt viele feine Dinge in unserem Lieblingssyrer.


In der Markthalle waren wir noch nie und die ist ganz schön toll wie wir feststellen.


Kaffee auf dem Balkon.


Weil etwas am Kindersitz fürs Fahrrad fehlt (natürlich stellt sich so etwas immer nur beim Anbau heraus), fährt Jonas nochmal zurück in den Laden und wir erkunden einen neuen Spielplatz.


Rutschen und Sand, viel mehr braucht es an sich nicht.


Und Mutti, die guckt. Und einen auf die Rutsche hievt, weil es leider keine Treppe hoch gibt.


Abendessen.


Regenbogen. Und dann war er auch noch doppelt. So so schön.


Ein bissl bitter, aber dennoch lecker.


Entspannung, dann Schlafen.


Sonntag


Frühstück, klein aber fein. 


Großes Hobby derzeit.


S kommt vorbei mit ihrem Sohn, wir haben ein bisschen Zeit zum Quatschen, weil Jonas die Jungs betüddelt und es gibt noch lecker Brownies, die ich vor ein paar Tagen gebacken habe.


Wetter passt ganz hervorragend.


Soviel grün um uns herum und auf dem Balkon kommt es auch, langsam aber sicher. Die Lupinen sind schon gut am Sprießen.


Mittagsschlaf.


Jonas hat kardemummasnurra gebacken. Boah, affengeil.


Wir wollen los zum Spielplatz - das erste Mal mit dem Rad. Love weiß wohl noch nichts davon, er mag lieber zu Fuß.


Aber letztlich klappt das mit dem Kindersitz hintendrauf ganz gut. Schaukeln ist auch arg fein.


Und Sand, klartürlich.


Stiftetasse geht kaputt. Nou denn ...


Dafür hat das Parkhaus jetzt neben einem Behinderten- auch einen Frauenparkplatz. 


Abendessen und dann folgt ein etwas längerer Bettgehmarathon von zwei Stunden. Fast. Aber jetzt schläft er und ich brauche was zu trinken und das Bett. Guts Nächtle.

Mehr Wochenenden bei https://geborgen-wachsen.de/2017/05/14/wochenende-in-bildern-13-14-mai-2017/

Neuer Alltag - der halbe Tag ohne Kind

Geplant war es anders. Wie so häufig. Aber inzwischen sind wir ja Held*innen darin, Dinge anders zu handhaben, wenn wir bemerken, dass es, wie eigentlich vorgehabt, nicht funktioniert. 


Love sollte von 10-16 Uhr vier Tage die Woche bei E sein. Nun sind es immer noch vier Tage die Woche, aber meist nur von 9 bis 14 Uhr, also eine Stunde weniger als geplant. Unter anderem auch deshalb, weil er keinen Mittagsschlaf dort macht sondern lieber hier bei mir. Auch fein - ist für mich eine Ruhepause, die ich ebenfalls nutzen kann als genau das, oder ich kann lesen. Arbeiten dann nicht, aber dafür habe ich ja den Vormittag über Zeit genug. 
Wobei das "nicht schlafen" auch schon wieder zurückgezogen werden muss, denn am Mittwoch hat er dort geschlafen - einfach so, auf E's Arm. Beim Buch angucken. So kann es gehen. 

Die Gesamtsituation zum jetztigen Zeitpunkt finde ich nicht schlimm, denn mal sehen, was die Zeit bringt. Vielleicht schläft er irgendwann dort. Mal sehen. 
Nur die Trennungssituation macht uns zu schaffen. Es ist so hart, ein aufgebrachtes, trauriges, weinendes (ich gebe zu: schreiendes) Kind in die Hände einer anderen Pflegeperson zu geben. 
Tröstlich ist, dass es wirklich nur diese kurze Übergabephase ist, wo die Trennung vollzogen wird, und dass er dann dort nach wenigen Minuten spielt, isst, trinkt, einfach ganz normal ist. Dennoch ist der Moment einfach nur furchtbar.

Aber eigentlich wollte ich vom Alltag sprechen. Dem neuen Alltag. Jetzt, wo die vierte Woche mit Betreuung außer Haus vorbei ist, wage ich langsam davon zu sprechen. Denn gefühlt hat es sich schon eingespielt. Ein wenig. Ist ja auch nicht so, als würde die Zeit nicht im Prinzip sehr schnell vergehen. Fünf Stunden sind nicht viel, wenn man in denen Haushalt und Arbeiten packt. Besorgungen lasse ich außen vor, die mache ich immer noch mit Love zusammen, wenn es denn überhaupt welcher bedarf.

Bei vier freien halben Tagen versuche ich, an einem Tag nur zu putzen und aufzuräumen. Das ist einmal die Woche durchaus nötig. Und ich mache es tatsächlich gerne, weil ich es liebe eine saubere, ordentliche Wohnung habe. Auch wenn ich es zwischendurch lange geschafft habe, im absoluten Chaos zu leben, weiß und merke ich durchaus, dass das absolut nicht mein Ding ist. Ich brauche es so, damit ich arbeiten kann (und mir nicht die Hutschnur platzt, weil ich es so furchtbar finde). Das bedingt sich hier einerseits ganz praktisch, andererseits ist es natürlich auch ein kleines Hindernis, da ich immer erst aufräumen muss, damit ich arbeiten kann. Logisch, wa?!

Die restlichen Tage kann ich mir also frei einteilen. Ich brauche die Zeit auch durchaus für mich, denn ansonsten habe ich nichts davon. Also nicht viel, außer abends, wenn er dann irgendwann schläft - zurzeit ist das Zubettgehen hier ein wenig spät und auch teilweise katastrophal. Umbruchphase, ahoi! 
Ich versuche, vormittags, bis der Hunger kommt und ich kochen kann, was zu arbeiten - ich als potentielle Vogelfrau (ihr versteht, Eule- und Vogelmenschen) kann das morgens am Besten. Danach ist ein bisschen entspannen angesagt: lesen, kreativ sein, bloggen und derlei feinen Dinge, die seit eineinhalb Jahren sehr kurz kamen und die ich nun wieder aufleben lassen möchte (und muss).

9 Jahre


2008. In Frankfurt. Ganz, ganz, ganz frisch verliebt. 


2009. Im Urlaub. In Irland. 


2010. Auf einem Konzert. Bestimmt Adam Green. 
 

  2011. Draußen bei schönstem Wetter.


2012. In unserer ersten gemeinsamen Wohnung in Berlin Prenzlauer Berg. 


2013. Am Strand in Dänemark. Mit Sunny.


2014. Auszeit am See in Mecklenburg-Vorpommern. Campen. Mit Sunny. 


2015. Hochzeit. Mit kleiner Babybauchkugel. 


2016. Der erste Geburtstag. In Linköping, Schweden. 


2017. Erster Familienurlaub. Portugiesischer Frühling.