Ähm ja

So richtig richtig fällt einem dann auch nichts mehr ein. Zum Thema Corona ist doch schon alles gesagt, geschrieben, gemeint, zumindest habe ich das Gefühl.
Und schön, dass wenigstens die Schüler*innen und ihre Eltern langsam Bescheid wissen, ich finde es nicht ganz so prickelnd, jetzt wieder und immer noch im leeren Raum zu stehen und nichts zu wissen. Außer, dass mein Beschäftigungsverhältnis zum Glück noch bis zum 30.4. beim Homeoffice bleiben darf - was danach kommt, nun ja, ist eben Überraschung!


Ich meine, wie realistisch ist es, dass die kleinen Kinder noch lange durchhalten? Von den Eltern ganz zu schweigen. Dass es nichft gut ist, sie so zu isolieren, egal ob Einzel- oder Mehrfamilienkinder, die im Normalfall nur die kernigste Kernfamilie um sich herum haben und selten eben "von Haus aus" noch andere Kinder, die im selben Haushalt leben. Ich mag gar nicht an die Alleinerziehenden denken, an Eltern mit psychischen Voerkrankungen und sonstige familiäre Konstellationen, die es zusätzlich schwer haben. 


Ja, es ist Corona, ja, es ist eine Pandemie, ja, Schutz vor einem Massenansturm auf Intensivbetten und auf das Gesundheits- und Pflegesystem, Schutz für die besonders Gefährdeten - es ist trotzdem nicht so geil. Für sehr viele nicht. Auch für viele Gefährdete nicht, die vereinsamen nämlich auch, so könnte ich mir denken. 

Applaus für sehr, sehr viele Menschen gerade, außer für die, die Corona-Partys feiern.

Weil es passt



Ich kann nur zugeben: ich schaffe es immer noch, mein liebstes Hobby zu pflegen, auch in diesen Tagen. Nur schaffe ich es nicht, meine angefangenen Bücher zu beenden sondern fange immer neue an, die die alten ablösen und irgendwie brauche ich da wieder eine Struktur drinne. Viele muss ich vermutlich auch einfach noch einmal von ganz vorne wieder beginnen ... Egal, hauptsache lesen!
Gebrauchte Bücher zu kaufen geht einfach viel zu schnell und ist so klickleicht gemacht, da hat man ratzfatz drei gekauft und liest aber erstmal nur eines - oder so ähnlich.
Diese beide Exemplare allerdings (das untere habe ich bereits zu Ende gelesen innerhalb von 24 Stunden, das obere gestern? angefangen) habe ich auf der FeBUB gekauft, die standen hier oben in meinem Dachgeschosskämmerchen seit November im Einbauregal. Tja, und wie es so ist, ich glaube nur deshalb kaufe ich viel mehr Bücher als ich im ersten Moment lesen kann, denn dann, wenn es mich packt, brauche ich das alles sofort und ganz pronto.

Sammeln und Entdecken


Wie sehr ich es mag, unsere neuen fietsen, unsere Räder, mit denen wir so viel besser und mehr unterwegs sein können als jemals zuvor.


Sonne satter Tag.


Fleißige Bienchen oder so.


Es soll Löwenzahnblütenhonig werden. Der war ein Renner letztes Jahr und voll lecker. 

Geschwisterplüsch

Ich will nicht sagen: alles ist plüschig rosa geil goldglänzend!


Aber ich habe das Gefühl, ganz subjektiv, dass diese Zeit für diese beiden sehr wichtig ist und längst hätte stattfinden müssen.


Ja, es gibt Zoff, mehr als genug, es gibt aber auch Kuschelmuschel ("muffeln" würde der Herbstjunge jetzt sagen) und irgendwie sind die Beiden gerade manchmal ganz arg süß miteinander.


Es ist gerade toll, dass sie Beiden sich haben - jetzt, wo alle andere Kontakte nicht vorhanden sind. Wo wir zu Viert aufeinander hocken, auch wenn Haus und Garten es natürlich auf eine Art und Weise entzerren.


Es wird auch sich gekloppt, keine Frage, manchmal sind auch alle sauer aufeinander und untereinander und wir alle sind ein einziges Hickhack! Aber ja, so ist es ebend. Nach beinahe vier Wochen. Oder von mir aus auch erst dreidreiviertel Wochen. Irgendwie fühlt es sich halt doch schon wie eine halbe Ewigkeit an. Oder auch nur wie wenige Tage. Verrückte Welt!

Was uns gerade den Arsch rettet

Das Haus.


Der Garten.


Das Wetter (wenn auch nicht das ganz aktue gerade).


Videotelefonate.


Fernsehen (ja, durchaus ein wenig mehr als wir es sonst handhaben, dafür auch irgendwie coolere Serien).

Home Office (nicht auszudenken wenn ich weiterhin vier Tage die Woche zur Arbeit müsste ...)

Ein meistens eher ausgiebiger Mittagsschlaf des Frühlingsmädchens.


Ein paar zusätzlichen Geschenke (tatsächlich einige Kleinigstkeiten, gebrauchte Bücher etwa oder neue wirklich benötigte Anziehsachen).

Viel Essen (ja, auch Süßkram, ja, auch Eis, ja, auch Kuchen und ja, auch Waffeln und ab und an sogar Fertiggerichte *Achtung, Ironie*).


Abwechselndes Zubettbringen beider Kinder. 

Geschwisterzeit - ganz, ganz viel davon. Gefühlt haben die Beiden das genau jetzt gerade gebraucht.
 

Ganz viel Zeit fürs einfach mal Fließen lassen. Niemand muss irgendwohin und es ist meistens herzlich egal, wann man gewisse Dinge erledigt.

Tipp da lassen


Ganz akut und aktuell wollte ich Euch Ruth nahelegen, und zwar mit ihrem wahnsinnig tollen Programm (gerade heute ist Tag 3) 24/7 wir

Der Titel sagt eigentlich alles, es ist kostenlos, es gibt eine Facebookgruppe, jeden Tag ein Video mit Ideen zur friedvollen Elternschaft: also alles das, was man von Ruth eh schon kennt und liebt und jetzt auch noch passend zu Corona und den damit verbundenen Beeinträchtigungen und Einschränkungen.

Es ist echt genial und bringt einen wieder in Schwung! So gedanklich zumindest :)

Volle Teilzeit

Nicht das erste Mal denken wir: "Es wäre SO VIEL einfacher, wenn eine*r Vollzeit arbeiten ginge und eine*r Vollzeit daheim wäre."


Tjaha!

Es ist eine besondere Art und Weise der Absprachen und der Organisation nötig, wenn BEIDE Teilzeit arbeiten gehen (woanders, nicht Zuhause). Vorher noch viel, viel mehr als jetzt (hoffentlich) in der Zukunft. Es wird sich mit dem neuen Job von Jonas zeigen, wie es sich bessert (oder auch nicht). Und ja, da sind wir tatsächlich nicht die Besten drinne.


Wer holt wen wann ab wer geht einkaufen wer kocht wer macht was zum Frühstück wer kümmert sich um Windeln wer packt Rucksäcke wer macht Wäsche wer veräummt wer putzt wer ... Endlose Liste. Nicht selten macht Jonas die Wäsche dann noch, wenn wir anderen Drei längst schlafen und ich packe dann doch wieder die Rucksäcke für den nächsten Tag und falte Windeln, wenn ich eigentlich mich kurz hinsetzen wollte (so ganz ursprünglich mal, Stunden vorher) und in Ruhe einen Kaffee trinken.

Aber so ist das, wenn beide arbeiten gehen wollen (allerdings nicht voll) und niemand (auch nicht voll) daheim bleiben mag. Abstriche halt. Und Überlegungen halt. Und Pläne halt auch. Die man dann doch einige Minuten später wieder umschmeißt. Nun jut, Jonas hat heute Abend seine ersten beide Arbeitstage außer Haus herum und kommt wieder zurück! Ich weiß, wer sie da besonders freut - tüdeldü.

Es ist ganz bald März

Tjoha, was willste da noch sagen? Ich hoffe einfach mal schwerst, dass der März besser wird als Januar und Februar. Wettertechnisch, gesundheitstechnisch. Aber vor allem jobtechnisch wird es spannend, denn Jonas tritt ihn an: DEN neuen Job. Den, auf den ich wirklich sehr gespannt bin, wie er wird. Was er uns bringt. Denn ich setze schon auf die eine oder andere Veränderung: für mich, für uns, für die Kinder. Eine ist ebend, dass ich, ebenfalls ab März, eine 4-Tage-Woche habe, donnerstags immer frei. Donnerstag wird einer der beiden Tage sein, die Jonas nicht Zuhause ist. Ebenso der Mittwoch.


Zugegeben, ich habe Respekt vor diesen zwei Tagen alleine daheim. Zweimal morgens die Kinder wegbringen, zweimal nachmittags die Kinder abholen. Ja, denn auch für das Frühlingsmädchen gibt es Veränderungen: sie wird nun dreimal die Woche Mittagsschlaf bei der Tagesmama machen, also dreimal die Woche bis um drei Uhr bleiben, dafür einen Tag überhaupt nicht hingehen und einen Tag wie bisher bis um halb eins. D.h. ihre Stundenanzahl bleibt gleich, es verteilt sich nur anders.


Was auch bedeutet, Frühstück, Abendessen, Tagesroutine - alles alleine zu managen. Immerhin, es geht doch (EIGENTLICH) in den Frühling, ich setze da sehr drauf, dass es dann wieder ein wenig einfacher (und schöner) wird. So insgesamt. Diesen Winter habe ich so, so satt! Ich mag nimmer.
Respekt ist gut, Angst ist scheiße, und deshalb habe ich aber auch gewollt, dass der Donnerstag frei ist, damit ich endlich für mich auch wieder Zeit habe. Denn die ist seit meinem Berufseinrückstieg quasi nicht mehr vorhanden. Gerade die letzten zwei Monate waren - gelinde gesagt - zeitlich anstrengend und so eng getaktet: am Montag hatte ich Überstunden frei und das war das erste Mal seit Dezember, dass ich Zeit hatte für mich, ohne krank darniederzuliegen oder ebend Kinder zu gesunden. Echt nicht schön!

Jonas wird also zwei Tage nicht Zuhause sein, dafür aber an den anderen drei Tagen (so die Hoffnung, mal sehen, wie es letztlich wird) voll einsatzfährig und verfügbar sein. Voraussichtlich wird er einen Vormittag noch Homeoffice machen, aber unsere Vorstellung ist durchaus, dass immerhin einer dann Zeit für den Haushalt findet. Der ist nämlich das absolute Stiefkind (derzeit) und es ist so traurig, durchs Haus zu gehen und überall nur "Muss ich noch machen", "Steht das immer noch hier" und "Aufräumen!" zu sehen. Vielleicht würde es auch helfen, einen Plan zu machen - ich habe keine Ahnung. So bleiben kann es in jedem Fall nicht.

Ich gehe mit den größten Hoffnungen in den März: wettertechnisch, jobtechnisch, haushaltstechnisch, familientechnisch.